Volatilität: Die Ruhe vor dem Sturm?

Die Volatilität, die Neigung der Kurse zu schwanken, ist nicht nur ein akademisches Konstrukt – es gibt auch Produkte wie ETFs auf sie.

Zuletzt war die Volatilität im historischen Vergleich recht niedrig.

Ist jetzt mit einem Anstieg der Volatilität zu rechnen? Betrachten wir dazu ihren jahreszeitlichen Ablauf.

Die Volatilität im Jahresablauf

Der Chart zeigt Ihnen den saisonalen Verlauf des Volatilitätsindex der CBOE, der sich auf den 500 bezieht, über die vergangenen 34 Jahre.

Die horizontale Achse weist den Zeitpunkt im Jahr aus, die vertikale Achse den Stand der Volatilität.

So erkennen Sie auf einen Blick, wie Volatilität typischerweise saisonal verläuft.

Volatilitätsindex, saisonaler Verlauf über 34 Jahre

Volatilitätsindex, saisonaler Verlauf über 34 Jahre

Ab Mitte Juli steigt die Volatilität saisonal. Source: Seasonax

Wie Sie sehen, gibt es eine ausgeprägte Saisonalität der Volatilität.

Ab Mitte Juli bis Anfang Oktober liegt dabei der stärkste saisonale Anstieg vor.

Schwankungen nehmen jetzt saisonal zu!

In den vergangenen 34 Jahren stieg die Volatilität zwischen dem 15. Juli und 7. Oktober in fast 80 Prozent der Fälle

In den vergangenen 10 Jahren stieg sie sogar jedes Mal in diesem Zeitraum.

Das könnte jetzt auch wieder eintreten.

Dennoch erwarten die meisten Anleger derzeit keinen Anstieg der Volatilität.

Achten Sie hingegen auf die saisonale Statistik. Die lässt eher stärkere Kursschwankungen und womöglich einen Sturm erwarten.

Eine gewisse Vorsicht am Aktienmarkt erscheint angebracht und womöglich auch der Erwerb von Volatilitätsprodukten.

Herzliche Grüße,

Dimitri Speck
Gründer und Chef-Analytiker von Seasonax

PS: Seien Sie anderen Anlegern voraus und nutzen Sie für Anleger optimierten Tools von Seasonax!

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